Micron Document
____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|


The NomadNet German Wikipedia | Archives | Info
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b

🔍 Search

ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ

Indigo
──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────
top
Indigo (von altgriechisch ጰΜΎÎčÎșόΜ indikĂłn, deutsch ‚das Indische‘; nach dem Herkunftsgebiet Ostindien) ist eine tiefblaue, kristalline organisch-chemische Verbindung. Er ist ein organisches Pigment mit hoher FarbstĂ€rke und schwer löslich in Wasser. Indigo ist der Namensgeber fĂŒr die Gruppe der Indigoiden Farbstoffe, deren chemische Struktur eng mit der des Indigo verwandt ist.

Der gleichnamige Farbton Indigo ist ebenfalls nach ihm benannt. Am ehesten lĂ€sst er sich als der letzte erkennbare Blauton, bevor es in ein blĂ€uliches Violett ĂŒbergeht, umschreiben. Indigo ist im Colour Index als Pigment unter der Bezeichnung C.I. Pigment Blue 66 und als KĂŒpenfarbstoff unter C.I. Vat Blue 1 gefĂŒhrt.

Indigo ist eines der Ă€ltesten und bekanntesten Pigmente und wurde schon in prĂ€historischer Zeit zum EinfĂ€rben von Textilien verwendet. FrĂŒher wurde der Indigo aus Pflanzen wie den BlĂ€ttern des FĂ€rberwaids oder aus der Indigopflanze gewonnen. Ab 1865 entwickelte Adolf von Baeyer verschiedene Synthesewege fĂŒr Indigo und bestimmte seine chemische Struktur. FĂŒr seine Arbeiten zur Farbstoffchemie erhielt er 1905 den Nobelpreis fĂŒr Chemie. Indigo spielte eine wichtige Rolle fĂŒr die Weiterentwicklung der Organischen Chemie, besonders die Beziehung zwischen der Farbe und der Struktur des MolekĂŒls und seiner Derivate wurde intensiv untersucht und trug so zur Entstehung einer allgemeinen Farbstofftheorie bei.

Mit der Entwicklung von industriellen Syntheseverfahren gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann die großtechnische und kostengĂŒnstige Produktion von Indigo, worauf der Markt fĂŒr natĂŒrlichen Indigo zusammenbrach. Heutzutage werden mehrere zehntausend Tonnen Indigo pro Jahr synthetisch produziert, der ĂŒberwiegend zum FĂ€rben von Denim-Baumwollstoffen fĂŒr die Herstellung von Blue Jeans verwendet wird.

Contents

‱ Vorkommen
‱ Geschichte
‱ Verwendung
‱ Literatur
‱ Weblinks

──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────

Vorkommen

Indigo kann aus der indischen Indigopflanze (Indigofera tinctoria) oder dem europĂ€ischen FĂ€rberwaid (Isatis tinctoria) gewonnen werden.cite-ref-gossauer-5-0[5] Eine Reihe weiterer Pflanzen eignet sich zur Gewinnung von Indigo, darunter der Gewöhnliche Teufelsabbiss (Succisa pratensis), die Indigolupine (Baptisia australis), der FĂ€rberoleander (Wrightia tinctoria) oder der FĂ€rberschwalbenwurz (Marsdenia tinctoria). In China wurde der Chinesische Waid (Isatis indigotica) verwendet.cite-ref-alexnat-6-0[6] In Amerika wurde der Bastardindigo (Amorpha fruticosa) und in Japan der FĂ€rber-Knöterich (Polygonum tinctorium, syn. Persicaria tinctoria) fĂŒr das BlaufĂ€rben benutzt.

Im Vergleich zu FĂ€rberwaid liefert Indigo die dreißigfache Farbstoffmenge, so dass dessen Anbau in Europa im 17. Jahrhundert unrentabel wurde.cite-ref-chfischer-7-0[7] Indigo wird heute noch in Brasilien und El Salvador kultiviert. Man nutzt die farbstoffreichen Arten Indigofera arrecta und Indigofera sumatrana.

Die UNESCO fördert verschiedene Projekte zur Anpflanzung von Indigo-haltigen Pflanzen, unter anderem im Jordantal und am Aralsee.cite-ref-unesco1-8-0[8]cite-ref-unesco2-9-0[9]

Geschichte

Seit dem Altertum gehört Indigo zu den gebrĂ€uchlichsten und am hĂ€ufigsten verwendeten Farbmitteln. Vor dem Beginn der synthetischen Produktion wurde er aus verschiedenen indigohaltigen Pflanzen gewonnen. Letztere werden hĂ€ufig mit dem artspezifischen Epitheton tinctoria bezeichnet, einem lateinischen Wort fĂŒr das FĂ€rben.cite-ref-hegnauer-10-0[10]

In Europa diente bis zum 17. Jahrhundert der FĂ€rberwaid, Isatis tinctoria, aus der Familie der KreuzblĂŒtengewĂ€chse zum BlaufĂ€rben.

Er stammt ursprĂŒnglich aus Vorderasien, wurde aber bereits in vorchristlicher Zeit in Europa als FĂ€rbepflanze kultiviert.

Das FĂ€rben mit Indigo bildet die Grundlage fĂŒr Jahrhunderte alte Textiltraditionen in ganz Westafrika. Der von den Tuareg-Nomaden der Sahara getragene, mit Indigo gefĂ€rbte Tagelmust symbolisiert Reichtum und Gesundheit. Wegen der dortigen wasserarmen FĂ€rbeverfahren ist der Indigo nicht sehr abriebfest und dringt in die Haut des TrĂ€gers ein, weshalb die Tuareg als die „blauen MĂ€nner der WĂŒste“ bezeichnet werden. Die Yoruba, Mandinka und Hausa fĂ€rben ihre Kleidung ebenfalls mit Indigo.cite-ref-kriger-11-0[11]

Altertum bis SpÀtmittelalter

Die Nutzung von Indigo lĂ€sst sich in 6000 Jahre alten Baumwollstoffen aus dem prĂ€keramischen Werk von Huaca Prieta de Chicama an der NordkĂŒste Perus in Spuren nachweisencite-ref-splitstoser-12-0[12] In Ägypten wurden Mumien aus der fĂŒnften Dynastie des Alten Reichs gefunden, etwa 4400 Jahre vor der Gegenwart, die in Indigo-gefĂ€rbte MumienbĂ€nder eingewickelt waren.cite-ref-fernelius-13-0[13] Japan und sĂŒdostasiatische LĂ€nder nutzen seit Jahrhunderten Indigo als Farbstoff. Das Farbmittel war weiterhin in Mesopotamien, im Iran und in Afrika bekannt.

Pflanzen zur Gewinnung von Indigo wurden vor allem in Indien angebaut. Der Indigo wurde ĂŒber Barbarikon am Indus nach Ägypten verschifft. Von dort gelangte er nach Griechenland und Italien, wo er als Luxusprodukt angesehen wurde.cite-ref-kriger-11-1[11]

Caesar berichtete um 50 v. Chr. in De bello Gallico, dass sich die Kelten vor kriegerischen Auseinandersetzungen mit FĂ€rberwaid einrieben, um ihre Haut blau zu fĂ€rben.cite-ref-caesar-14-0[14]cite-ref-veen-15-0[15] Der römische Gelehrte Plinius der Ältere beschrieb Indigo um 77 n. Chr. in seinem Werk Naturalis historia. Laut Plinius genoss Indigo in der antiken Welt das höchste Ansehen nach Purpur. Er gab als Herkunftsland Indien an, was sich im lateinischen Wort Indicum ausdrĂŒckt, von dem sich die heutige Bezeichnung Indigo ableitet. Ein anderer Begriff fĂŒr den Farbstoff ist Anil, der sich vom arabischen Begriff fĂŒr Blau, an-Nil, ableitet und sich als Bestandteil von Namen wie Anilin wiederfindet. Karl der Große regelte im 8. Jahrhundert den Anbau von FĂ€rberwaid zur Indigogewinnung in seiner LandgĂŒterverordnung Capitulare de villis vel curtis imperii.cite-ref-bruns-16-0[16]cite-ref-carolus-17-0[17]

In Europa war der Farbstoff aus der Indigo-Pflanze bis zum 12. Jahrhundert selten, er wurde nur in kleinen Mengen ĂŒber Syrien und Alexandria aus Indien importiert.cite-ref-clark-18-0[18] Bis zum 17. Jahrhundert wurde FĂ€rberwaid zur Indigogewinnung in England, Frankreich und Deutschland angebaut. In Deutschland lag das grĂ¶ĂŸte Anbaugebiet in ThĂŒringen, wobei ungefĂ€hr 3750 Hektar mit der Pflanze bestellt waren.cite-ref-alexnat-6-1[6]

FrĂŒhe Neuzeit

Mit der europĂ€ischen Entdeckung des Seewegs nach Indien durch Vasco da Gama begann der direkte Import von indischem Indigo (genannt auch „der gerechte Indig, welcher in indianischer Röhre wĂ€chst“cite-ref-whassenstein-19-0[19]) nach Europa durch portugiesische Seefahrer. Die niederlĂ€ndischen Kaufmannskompanien grĂŒndeten 1602 die NiederlĂ€ndische Ostindien-Kompanie und steigerten in der Folgezeit die Indigoeinfuhr aus Indien und Indonesien weiter.cite-ref-alexnat-6-2[6] Spanien begann zu dieser Zeit mit dem Anbau in Guatemala und Venezuela, Frankreich ließ den Indigo in San Domingo anbauen und England begann um 1700 mit dem Anbau in Carolina. Da der Indigogehalt des FĂ€rberwaids nur etwa 3–4 % der Indigofera-Pflanze betrug, verdrĂ€ngte der Indigo aus dem tropischen Indigofera tinctoria, trotz protektionistischer Einfuhrbestimmungen diesen schließlich.cite-ref-hschmidt-20-0[20]

Nach der Niederlage im amerikanischen UnabhĂ€ngigkeitskrieg 1783 und dem damit verbundenen Verlust der nordamerikanischen AnbauflĂ€chen verstĂ€rkte England den Indigoanbau in Bengalen. Besonders ehemalige Mitarbeiter der East India Company, sogenannte Pflanzer, begannen mit der Kommerzialisierung des Indigoanbaus in Bihar und Bengalen. Durch betrĂŒgerische VertrĂ€ge und ĂŒberhöhte ZinssĂ€tze fĂŒr die Beschaffung des Saatguts erzielten die Pflanzer große Gewinne, wĂ€hrend die Bauern nur geringen Profit erwirtschafteten. Diese UmstĂ€nde fĂŒhrten 1859–1862 zu den Indigo-Unruhen, der ersten Bauernbewegung in Bengalen und Bihar gegen die ausbeuterischen Methoden der europĂ€ischen Pflanzer. Die Unruhen endeten mit der Abschaffung der Anbaupflicht fĂŒr Indigo, dennoch stellte der Indigofera-Anbau in Indien weiterhin einen enormen Industriezweig dar, der sich ĂŒberwiegend in britischem Besitz befand. Waffenröcke, Matrosenuniformen und die blaue Arbeitskleidung der Arbeiter wurden mit diesem Farbstoff gefĂ€rbt. Allein in Bihar waren rund 1,5 Millionen Menschen mit dem Indigo-Anbau beschĂ€ftigt.cite-ref-paterson-21-0[21] Im Jahr 1897 betrug die AnbauflĂ€che in Indien etwa 7000 Quadratkilometer und zu dieser Zeit wurden pro Jahr rund 8000 Tonnen reinen Indigos im Wert von 100 Millionen Mark produziert.cite-ref-hschmidt-20-1[20]

Chemische Synthese gegen Ende des 19. Jahrhunderts

Mit der ersten erfolgreichen Synthese des Farbstoffs Mauvein 1856 durch William Henry Perkin begann ein Wettbewerb in Wissenschaft und Industrie um die Entwicklung neuer Teerfarben. Die Synthese von Indigo, dem „König der Farbstoffe“, gelang 1878 dem deutschen Chemiker Adolf von Baeyer, der 1883 dessen chemische Struktur aufklĂ€rte. Die Chemiefirmen BASF und Farbwerke vorm. Meister, Lucius & BrĂŒning, die spĂ€teren Farbwerke Hoechst, verstĂ€ndigten sich 1880 gemeinsam darauf, die Syntheserouten von Baeyer zu einem technischen Verfahren zu entwickeln. Die Synthesewege von Baeyer eigneten sich jedoch nicht fĂŒr die industrielle Produktion, da die benötigten Rohmaterialien zur damaligen Zeit nicht kostengĂŒnstig herzustellen waren.cite-ref-hschmidt-20-2[20]

Eine bedeutende Erfindung fĂŒr die KĂŒpenfĂ€rberei mit Indigo gelang Paul SchĂŒtzenberger 1873 mit der EinfĂŒhrung von Natriumdithionit als Reduktionsmittel.cite-ref-struckmeier-22-0[22] Mit dem von der BASF ab 1906 großtechnisch hergestellten Reduktionsmittel war es möglich, Leuko-Indigo in einfacher Form herzustellen.

1881 nahm die BASF die Produktion von „Kleinen Indigo“ auf, bei der ein Vorprodukt des synthetischen Indigos direkt auf der Textilfaser zu Indigo reduziert wurde.cite-ref-hschmidt-20-3[20] Wegen geringer Marktakzeptanz stellte die BASF das Verfahren jedoch kurze Zeit spĂ€ter wieder ein. Eine im Jahr 1890 von Karl Heumann entwickelte Synthese, ausgehend von N-Phenylglycin, die sogenannte 1. Heumann-Synthese, schien erfolgversprechender. Doch da die Ausbeuten bei diesem Verfahren sehr niedrig waren, stellte die BASF im Jahr 1893 diese Verfahrensentwicklung wieder ein.cite-ref-hschmidt-20-4[20]

Die schlechten Ausbeuten der ersten Heumann-Synthese konnte durch Verwendung von AnthranilsĂ€ure als Ausgangsmaterial verbessert werden. Durch die zufĂ€llige Entdeckung der katalytischen Oxidation des Naphthalins mit Oleum unter Zusatz von Quecksilbersulfat zu PhthalsĂ€ure durch Eugen Sapper stand der BASF das notwendige Rohmaterial fĂŒr die Synthese der AnthranilsĂ€ure zur VerfĂŒgung. Das anfallende Schwefeldioxid konnte im von Rudolf Knietsch bei der BASF zur industriellen Reife entwickelten Kontaktverfahren wieder aufgearbeitet werden. Nach dieser Synthesevariante brachte die BASF den ersten synthetischen Indigo im Juli 1897 unter Einsatz hoher Investitionen auf den Markt.cite-ref-hschmidt-20-5[20]

1901 fand Johannes Pfleger bei der Degussa eine Variante der Heumann-Synthese, die der Degussa und den Farbwerken Hoechst ebenfalls die Kommerzialisierung des Indigos erlaubte. Infolge der Konkurrenz zwischen den Chemieunternehmen fiel der Preis fĂŒr Indigo pro Kilogramm von etwa 20 auf 4 Reichsmark. 1904 schlossen BASF und die Farbwerke Hoechst die „Indigo-Konvention“, ein Kartell zur Ausschaltung des Wettbewerbs, die einen Marktpreis von 8 Reichsmark pro Kilogramm festlegte.cite-ref-abelshauser-23-0[23] Mit dem Beginn der industriellen Herstellung verlor der natĂŒrliche Indigo innerhalb weniger Jahre große Marktanteile. 1914 hatte der natĂŒrliche Indigo nur noch einen Anteil von 4 % am Weltmarkt.cite-ref-alexnat-6-3[6]

Der Erste Weltkrieg und die damit verbundene Seeblockade, die Deutschland keinen Export erlaubte, fĂŒhrte zu einem kurzer Anstieg der pflanzlichen Indigo-Produktion. Nach dem Weltkrieg verdrĂ€ngte die synthetische Herstellung von Indigo die Gewinnung aus Pflanzenmaterial völlig. Der synthetische Indigo bot eine höhere und konstante Reinheit und war daher leichter anwendbar. Außerdem waren die FĂ€rber nicht mehr auf den Ausgang der FĂ€rberpflanzenernte angewiesen.

Nach dem Ersten Weltkrieg

Durch neu entwickelte synthetische blaue Farbstoffe wie Indanthren verlor Indigo zunehmend Marktanteile. Erst die Verbreitung der Jeansmode seit Mitte der 1960er-Jahre sorgte fĂŒr eine erneute Nachfrage nach Indigo. Im Jahr 2011 verbrauchte die FĂ€rbung von Jeansstoffen mehr als 95 % der jĂ€hrlich produzierten etwa 50.000 Tonnen synthetischen Indigos.cite-ref-cen-24-0[24] Er gehört damit zu den meistangewendeten Pigmenten fĂŒr die TextilfĂ€rbung, mit dem pro Jahr ĂŒber eine Milliarde Blue Jeans gefĂ€rbt werden.cite-ref-kinghorn-25-0[25]

Die Forschung auf dem Gebiet der Indigoherstellung und -anwendung konzentriert sich heutzutage auf die Entwicklung wasserarmer FĂ€rbeverfahren oder die elektrochemische Reduktion zum Leuko-Indigo sowie die Verwendung von Wasser als Lösungsmittel fĂŒr die Synthese und die Umkristallisation von Indigo.cite-ref-wrangler-26-0[26]cite-ref-ecotextile-27-0[27]cite-ref-taublaender-28-0[28]

Herstellung

Gewinnung aus FĂ€rberpflanzen

Die FĂ€rberpflanzen enthalten kein Indigo, sondern eine Vorstufe, das Indikan, ein Glycosid des Indoxyls.

Strukturformel von Indikan, ein Glycosid

Diese wird zunÀchst durch GÀrung unter Abspaltung des Zuckerrestes in Indoxyl, ein Derivat des Indols, umgewandelt.

Strukturformel von Indoxyl, Gleichgewicht zwischen Keto- und Enolform

Durch anschließende Oxidation an der Luft entsteht aus dem gelben Indoxyl der blaue Indigo.

Oxidation von Indoxyl zu Indigo

Die traditionelle Gewinnung in Indien erfolgte in sogenannten Indigoterien. Die Gewinnung erfolgt in zwei höhenversetzten Becken. Die frisch geerntete Indigopflanze wurde in einem ersten, höher gelegenen Becken geschichtet und mit Wasser ĂŒbergossen. Die Pflanzenteile wurden mit Steinen und Balken beschwert, um sie vollstĂ€ndig unter Wasser zu halten. In diesem Becken setzte bei entsprechend hohen Umgebungstemperaturen die VergĂ€rung des Indikans zu Indoxyl ein.cite-ref-alexnat-6-4[6] Nach Beendigung der GĂ€rung wurde das indoxylhaltige Wasser in ein tiefer gelegenes Becken abgelassen und dort mechanisch belĂŒftet. Die Arbeiter stiegen dazu in das Becken und schlugen mit Latten oder Ähnlichem auf die wĂ€ssrige Lösung ein, um Luft einzubringen. Das durch Oxidation entstehende Indigo wurde abfiltriert und eingekocht. Anschließend erfolgten die Portionierung und die abschließende Trocknung an Luft.cite-ref-alexnat-6-5[6] Die Reinheit des so gewonnenen Indigos lag zwischen 15 und 70 %. Diese wurde durch fraktionierte FĂ€llung aus SchwefelsĂ€ure erhöht.cite-ref-ullmanns-2-1[2] Neben organischen Verunreinigungen enthĂ€lt das natĂŒrliche Indigo anorganische Bestandteile wie KieselsĂ€ure, PhosphorsĂ€ure, Tonerde und viele weitere in Spuren.

Die Biosynthese der IndigovorlĂ€ufer in höheren Pflanzen wurde mit Hilfe der Isotopenmarkierung erforscht und erfolgt wahrscheinlich ĂŒber den ShikimisĂ€ureweg:

Biosynthese der Indigo-Vorstufe Indoxyl ĂŒber den ShikimisĂ€ureweg

Dabei wird Shikimat (1) in mehreren Stufen zu Chorismat (2) umgewandelt. Durch die Anthranilatsynthase wird diese zum Anthranilat (3) umgebildet. Das Enzym Anthranilat-Phosphoribosyltransferase (EC 2.4.2.18) katalysiert die Reaktion zum N-(5-Phospho-D-ribosyl)-anthranilat,cite-ref-ec-29-0[29]cite-ref-kinghorn-30-0[30] das wiederum durch die Phosphoribosylanthranilat-Isomerase (EC 5.3.1.24) zum 1-(o-Carboxyphenylamino)-1-desoxribulose-5-phosphat (4) reagiert. Durch Ringschluss unter Decarboxylierung erhĂ€lt man das Indol-Derivat 5, das schließlich in die AminosĂ€ure Tryptophan (6) ĂŒberfĂŒhrt wird.cite-ref-ec1-31-0[31] Die Bildung von Indoxyl (7) aus Tryptophan, bei der die Enzyme Trypthophanase und Dioxygenase eine Rolle spielen, konnte bislang nicht in allen Einzelheiten geklĂ€rt werden.cite-ref-kinghorn-30-1[30]

Synthesen nach Adolf von Baeyer

Adolf von Baeyers erste vollsynthetische Herstellung von Indigo erfolgte durch Reduktion von Isatin, welches er zuvor als Abbauprodukt des Indigo identifiziert hatte.cite-ref-arne-32-0[32] Ausgehend von PhenylessigsĂ€ure gelangte er in mehreren Schritten zum Oxindol, das er weiter zum Isatin oxidierte. Über die Chlorierung des Isatins mit Phosphorpentachlorid zum Isatinchlorid und anschließender Reduktion mit Zink in EssigsĂ€ure gelangte er zum Indigo.

Synthese von Indigo nach Baeyer ausgehend vom Isatin

Eine von Baeyer und Drewsen entwickelte Syntheseroute (Baeyer-Drewsen-Reaktion) fĂŒhrte ĂŒber die Aldoladdition von ortho-Nitrobenzaldehyd und Aceton ĂŒber die Zwischenstufe des o-NitrophenylmilchsĂ€ureketons zum Indigo.cite-ref-drewsen-33-0[33] Diese Syntheseroute ist einfach und nĂŒtzlich fĂŒr die Darstellung von Indigo und vieler seiner Derivate im Labormaßstab.

Synthese von Indigo nach Baeyer ausgehend von Nitrobenzaldehyd

Beide Syntheserouten ließen sich nicht kostengĂŒnstig in einen industriellen Prozess ĂŒberfĂŒhren.

Baeyer entwickelte eine weitere Syntheseroute, die von ZimtsĂ€ure ausging und die er 1880 zum Patent anmeldete.cite-ref-bayera1-34-0[34] Die Nitrierung der veresterten ZimtsĂ€ure ergibt nach der Esterhydrolyse die o-NitrozimtsĂ€ure. Durch Bromierung und zweifache Dehydrobromierung erhĂ€lt man die o-NitrophenylpropiolsĂ€ure, die sich durch Kochen mit Alkali in das Isatin und anschließender Reduktion in Indigo ĂŒberfĂŒhren lĂ€sst.cite-ref-fmayer-35-0[35]

Synthese von Indigo nach Baeyer ausgehend von ZimtsÀure

Heinrich Caro, Forschungsleiter der BASF und enger Freund Baeyers entdeckte, dass die isolierbare Zwischenstufe o-NitrophenylpropiolsĂ€ure sich unter milden alkalischen Bedingungen mit Natriumxanthogenat direkt auf der Faser zu Indigo umsetzen ließ. Dieses sogenannte „Kleine Indigo“ stellte die BASF einige Jahre her, jedoch ohne großen Markterfolg.cite-ref-hschmidt-20-6[20]

Synthesen nach Karl Heumann

Im Jahr 1890 entwickelte der ZĂŒrcher Chemiker Karl Heumann eine neue Syntheseroute, ausgehend von N-Phenylglycin (1. Heumann-Synthese). Der Chemiekonzern BASF und die Farbwerke Hoechst patentiertencite-ref-basf-36-0[36] und entwickelten das Verfahren weiter. Die Versuchsreihe mit Phenylglycin wurde von der BASF im Jahr 1893 wieder eingestellt, da die Indigoausbeute sehr niedrig war.cite-ref-hschmidt-20-7[20]

1. Heumann-Synthese (Anilin (1), ChloressigsÀure (2), N-Phenylglycin (3), Indoxyl (4), Indigo (5))

SpÀter entwickelte Heumann einen weiteren Syntheseweg, auf dessen Basis BASF 1897 den ersten synthetischen Indigo auf den Markt bringen konnte.cite-ref-abelshauserw-37-0[37] Durch die Umsetzung von AnthranilsÀure mit ChloressigsÀure gelangte Heumann zur Phenylglycin-o-carbonsÀure. Wird diese Substanz in einer inerten AtmosphÀre mit Kaliumhydroxid auf 200 °C erhitzt, bildet sich 2-IndoxylcarbonsÀure. Dieses Material decarboxyliert leicht zu Indoxyl, das an Luft zu Indigo oxidiert (2. Heumann-Synthese).cite-ref-basf2-38-0[38]cite-ref-hschmidt-20-8[20]

2. Heumann-Synthese (AnthranilsÀure (1), ChloressigsÀure (2), Phenylglycin-o-carbonsÀure (3), 2-IndoxylcarbonsÀure (4), Indoxyl (5), Indigo (6))

Industrielle Produktion

Ein zerbrochenes Thermometer fĂŒhrte zufĂ€llig zu der Erkenntnis, dass Quecksilbersulfat sich als Katalysator fĂŒr die Oxidation des bei der Teerfarbstoffindustrie in großen Mengen anfallenden Naphthalins zu PhthalsĂ€ure eignete. Durch Reaktion mit Ammoniak ließ sich die PhthalsĂ€ure in das SĂ€ureamid ĂŒberfĂŒhren. Mittels anschließender Hofmann-Umlagerung gelangte die BASF zu AnthranilsĂ€ure, die im großtechnischen Maßstab als Ausgangsstoff fĂŒr die Heumann-Synthese benötigt wurde.

Herstellung von AnthranilsÀure mittels Hofmann-Umlagerung des Phthalimids

Mittels der 2. Heumann-Synthese konnte die AnthranilsĂ€ure zu Indigo in Ausbeuten von 70 bis 90 % verarbeitet werden. Ab 1897 stellte die BASF synthetischen Indigo großtechnisch nach diesem Verfahren her.cite-ref-arne-32-1[32]

1901 gelang der Degussa mit einem Verfahren von Johannes Pfleger, mittels Natriumamid, welches im Castner-Kellner-Verfahren zur Herstellung von Natriumcyanid hergestellt wurde, und einer Alkalischmelze N-Phenylglycin bei einer Temperatur von etwa 200 °C Indigo in hohen Ausbeuten zu erhalten (Heumann-Pfleger-Synthese). Das Natriumamid dient dabei als wasserentziehendes Mittel.cite-ref-hschmidt-20-9[20] Dieses Verfahren wurde gemeinsam mit den Farbwerken Hoechst vermarktet:

Heumann-Pfleger-Synthese

Nach diesem Verfahren produziert die BASF seit 1926 Indigo.

Die BASF entwickelte 1905 eine Verfahrensvariante der Heumann-Pfleger-Synthese, bei der das teure Natriumamid durch billigeres Calciumoxid ersetzt wurde. Das Verfahren wurde auf eine frĂŒher entwickelte Syntheseroute ĂŒbertragen. Dabei wird Anilin mit Ethylenchlorhydrin zu 2-Anilinoethanol umgesetzt, das sich in einer Natriumhydroxid-Kaliumhydroxid-Calciumoxidschmelze bei Temperaturen von etwa 280 °C bei befriedigenden Ausbeuten zu Indoxyl umsetzt.cite-ref-basf3-39-0[39] Nach diesem Verfahren produzierte die BASF von 1909 bis 1924.

Seit 1924 basierte die Indigosynthese der BASF auf Phenylglycinnitril, das aus Anilin hergestellt wurde.cite-ref-hschmidt-20-10[20] In allen FĂ€llen entsteht Indoxyl, das durch Luftsauerstoff zu Indigo oxidiert. Die naheliegende Vermutung, dass die Bildung von Indigo durch basenkatalysierte Kondensation zwischen Isatin und Indoxyl ablĂ€uft, konnte durch mechanistische Untersuchungen ausgeschlossen werden. Die Oxidation von Indoxyl in basischer Lösung erfolgt wahrscheinlich ĂŒber ein radikalisches Zwischenprodukt. Ob die Bildung ĂŒber die Kupplung von zwei Indoxylradikalen oder der Kupplung eines Indoxylradikals und eines Indoxylanions verlĂ€uft, konnte experimentell nicht eindeutig geklĂ€rt werden.cite-ref-garussell-40-0[40]

Mikrobiologische Synthese

Schon in den 1920er-Jahren wurde beobachtet, dass Bodenbakterien Indigo aus Indol synthetisieren können.cite-ref-dorian-41-0[41] Mittlerweile sind eine Reihe mikrobieller Indigoproduzenten wie Pseudomonas putida bekannt, die aus aromatischen Kohlenwasserstoffen wie Naphthalin, Cumol oder Styrol Indigo bilden können. Das fĂŒr die Indigobildung verantwortliche Enzymsystem besteht aus einem oder mehreren Enzymen, typischerweise Monooxygenasen, Dioxygenasen oder Hydroxylasen.cite-ref-bushan-42-0[42]

Die grĂ¶ĂŸten Probleme der mikrobiologischen Route sind die hohe VerdĂŒnnung des Indigos und der Aufwand fĂŒr die Abtrennung der betrĂ€chtlichen Menge organischen Materials. Bislang konnte eine mikrobiologische Syntheseroute daher nicht kommerzialisiert werden.cite-ref-ullmanns-2-2[2]

Handelsformen

Große europĂ€ische Produzenten von Indigo sind DyStar, ursprĂŒnglich ein Gemeinschaftsunternehmen von Bayer, Hoechst und BASF und seit 2010 in chinesisch-indischem Besitz, sowie Archroma, ein Spin-Off des Schweizer Konzerns Clariant. Im asiatischen Raum gibt es eine Vielzahl von Herstellern, unter anderem TaiFeng Chemical Industrial, Zhejiang Runtu oder Bodal Chemicals. Indigo ist in nichtreduzierter oder in vorreduzierter Form erhĂ€ltlich. Die nichtreduzierten QualitĂ€ten sind als Granulat, Pulver oder alkalische Paste erhĂ€ltlich. Typische Handelsformen der Paste enthalten 20 bis 30 % Indigo. Die vorreduzierten Lösungen sind in Konzentration von 20 bis 60 % erhĂ€ltlich.cite-ref-hunger-43-0[43]

Eigenschaften

Physikalische Eigenschaften

Indigo besitzt einen recht hohen Schmelzpunkt von etwa 390–392 °C und sublimiert bei einer Temperatur von 170 °C.cite-ref-ullmanns-2-3[2] Er ist schlecht löslich in Wasser, Ethanol und Diethylether. Dies begrĂŒndet sich darin, dass Indigo im festen Zustand ein WasserstoffbrĂŒcken-Polymer bildet.cite-ref-prys-44-0[44] Zudem ist es schlecht löslich in pflanzlichen Ölen wie Leinöl.cite-ref-sattars-45-0[45]

Röntgenstrukturanalysen haben gezeigt, dass dabei jedes IndigomolekĂŒl an vier umgebende MolekĂŒle gebunden ist.cite-ref-eller-46-0[46] Indigo kristallisiert monoklin in der Raumgruppe P21/c (Nr. 14)Vorlage:Raumgruppe/14 mit den Gitterparametern a = 924 pm; b = 577 pm; c = 1222 pm und ÎČ = 117,0°, Z = 2.cite-ref-steins-47-0[47]

Das Infrarotspektrum lĂ€sst sich mittels ATR-Infrarotspektroskopie ermitteln. Charakteristisch ist die Streckschwingung der Carbonylgruppe bei einer Wellenzahl von 1623 cm−1. Eine intensive Bande bei 1065 cm−1 wird der Vibration des fĂŒnfgliedrigen Rings zugeschrieben.cite-ref-fiedler-48-0[48]

Molekulare Eigenschaften

Indigo besitzt eine planare Struktur mit einer C2h-Symmetrie.cite-ref-nganw-50-0[50] Die photochemische StabilitĂ€t von Indigo ist auf intramolekulare WasserstoffbrĂŒckenbindungen zwischen den benachbarten Carbonyl- und sekundĂ€ren Aminogruppen zurĂŒckzufĂŒhren. Diese stabilisieren das MolekĂŒl in einer planaren trans-Konfiguration und inhibieren so eine photochemische cis-trans-Isomerisierung.cite-ref-seixas1-51-0[51]

WasserstoffbrĂŒckenbindungen (gepunktet) im Indigo

Die Farbigkeit eines MolekĂŒls ergibt sich aus dessen FĂ€higkeit zur Absorption elektromagnetischer Strahlung. Wenn diese im Bereich des sichtbaren Lichts erfolgt, erscheint der Stoff farbig. Als Farbe wird immer die KomplementĂ€rfarbe zur Farbe des absorbierten Lichts wahrgenommen. Die Bedingung fĂŒr Farbigkeit ist daher das Vorkommen von Elektronen, die durch sichtbares Licht angeregt werden. Nach der Farbstofftheorie nach Witt besteht ein Farbstoff aus einem Chromophor (altgriechisch Ï‡Ïáż¶ÎŒÎ± chráč“ma, deutsch ‚Farbe‘, altgriechisch Ï†ÎżÏÏŒÏ‚ phorĂłs, deutsch ‚tragend‘), zum Beispiel einem delokalisierten π-Elektronensystem, das die Farbigkeit möglich macht sowie einem Auxochrom (von altgriechisch Î±áœÎŸÎ”áż–Îœ auxein, deutsch ‚wachsen‘ und altgriechisch Ï‡Ïáż¶ÎŒÎ± chráč“ma, deutsch ‚Farbe‘), etwa ein Elektronendonator mit einem +M-Effekt, der das Absorptionsmaximum des Chromophors in den lĂ€ngerwelligen Bereich des Spektrums verschiebt. Indigo weist zwei konjugierte Carbonylgruppen als Chromophor auf. Aufgrund dieses Strukturelements gehört Indigo zur Gruppe der Carbonylfarbstoffe.cite-ref-breitmaier-52-0[52]

Chromophores System von Indigo (rot)

Die Absorption elektromagnetischer Strahlung bedingt einen ElektronenĂŒbergang vom höchsten besetzten MolekĂŒlorbital (HOMO) ins niedrigste unbesetzte MolekĂŒlorbital (LUMO). Falls keine auxochrome Gruppe vorhanden ist, ist die Energiedifferenz zwischen HOMO und LUMO relativ groß und die Absorption durch den π → π*-Übergang erfolgt im nicht sichtbaren Bereich.cite-ref-hesse-49-1[49] Das freie Elektronenpaar der sekundĂ€ren Aminogruppe des Indigos dient als Elektronendonator und tritt in Wechselwirkung mit dem π-System des Chromophors. Dadurch bilden sich drei neue MolekĂŒlorbitale π1, π2 und π*3, wobei die Energiedifferenz zwischen HOMO und LUMO geringer wird. Der π2 → π*3-Übergang erfolgt dadurch beim Indigo durch Licht im orangen Bereich. Indigo erscheint daher blau.

Chemische Eigenschaften

Die Elementaranalyse des Indigo liefert eine empirische Summenformel von C8H5NO. Durch kryoskopische Messungen ergibt sich eine MolekĂŒlformel von C16H10N2O2. Indigo ist ein sehr licht- und temperaturstabiles MolekĂŒl. Bei höheren Temperaturen von etwa 460 °C lagert es sich unter Bruch der Bindungen zwischen den Carbonylgruppen und der zentralen Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung zum Dibenzonaphthyridindion um.cite-ref-haucke-53-0[53]

Thermische Isomerisierung von Indigo zu Dibenzonaphthyridindion

Im Alkalischen zerfĂ€llt das MolekĂŒl bei höheren Temperaturen in Verbindungen wie Anilin und AnthranilsĂ€ure. In konzentrierter SchwefelsĂ€ure erfolgt die Sulfonierung zum Indigokarmin. Oxidation mit Kaliumpermanganat liefert Isatin.cite-ref-ullmanns-2-4[2]

Indigo lÀsst sich im schwach sauren und alkalischen Bereich leicht reduzieren. Die Leuko-Form liegt unterhalb eines pH-Werts von 5,5 in der Keto-Form vor. Im Bereich zwischen 5,5 und 11 liegt das Mono-Enolat und ab einem pH-Wert von 11 das Di-Enolat vor.cite-ref-baig-54-0[54]

Reduktion von Indigo zur Leuko-Form (abhÀngig vom pH-Wert als Di-Enolat, Mono-Enolat oder Diketon)

Mit ChlorsulfonsĂ€ure bildet die Leuko-Form Natriumsalze der SchwefelsĂ€ureester, sogenannte Indigosole. Die Indigosole sind wasserlöslich und eignen sich zur FĂ€rbung von Wolle, wobei diese anschließend mit salpetriger SĂ€ure oxidiert werden, wobei gleichzeitig eine Verseifung stattfindet.cite-ref-fweiss-55-0[55] Als Mono-Chelatligand bildet Indigo mit Palladium- und Platinsalzen lösliche Metall-Komplexe, die weder intra- noch intermolekulare WasserstoffbrĂŒcken aufweisen.cite-ref-wbeck-56-0[56]

Verwendung

KĂŒpenfĂ€rbung

Indigo wird unter anderem wegen seiner ausgezeichneten LichtstabilitĂ€t zum FĂ€rben verwendet. Die Verbindung wird stark von Baumwollfasern absorbiert und ist sehr waschecht.cite-ref-iwakura-57-0[57] Indigo selbst ist fast wasserunlöslich und muss vor dem FĂ€rben durch Reduktion, etwa unter Verwendung von Natriumdithionit, in das wasserlösliche Leuko-Indigo (von griechisch leukĂłs: weiß, glĂ€nzend) ĂŒberfĂŒhrt werden, die sogenannte VerkĂŒpung.

Vor der Verwendung von Natriumdithionit bestand die sogenannte GĂ€rungskĂŒpe traditionell aus einem gĂ€rfĂ€higen Material wie Sirup oder anderen kohlenhydrathaltigen Substanzen sowie einem alkalischen Zusatz, etwa Kalk oder Urin. Die Kohlenhydrate dienten als Reduktionsmittel.cite-ref-jantip-58-0[58] SpĂ€ter wurden weitere Reduktionsmittel wie Arsensulfide, Eisen(II)-sulfat oder Zinkstaub eingesetzt.cite-ref-hschmidt-20-11[20]

Zum FĂ€rben wird der Baumwollstoff danach in die wĂ€ssrige KĂŒpe-Lösung mit der reduzierten, farblosen Leukoform gelegt. Die lösliche Komponente zieht auf die Faser auf und beim Trocknen an der Luft entsteht durch Oxidation wieder Indigo. Dementsprechend entsteht die BlaufĂ€rbung erst nach Sauerstoffkontakt. Der Indigo bildet keine chemische Bindung mit der Faser aus, sondern haftet daran ĂŒber AdhĂ€sionskrĂ€fte.cite-ref-alexnat-6-6[6]

Dieser Vorgang wird als KĂŒpenfĂ€rberei bezeichnet, und so auch bei anderen Textilfarbstoffen angewandt. FrĂŒher wurden zur Oxidation des Farbstoffs die Stoffe auf einer Wiese in die Sonne gelegt, wo der Indigo durch eine Rasenbleiche oxidiert wurde. In der Textilindustrie ist der synthetisch hergestellte Indigo als KĂŒpenfarbstoff weit verbreitet.cite-ref-gilbert-59-0[59]cite-ref-balan-60-0[60] GrĂ¶ĂŸtenteils wird Indigo zum FĂ€rben von Denim-Stoffen benötigt.

Andere TextilfÀrbemethoden

In England entwickelten die FĂ€rber im 18. und 19. Jahrhundert zwei weitere Methoden der IndigofĂ€rberei. Die erste Methode ist als „Pencil Blue“ bekannt. Zur Stabilisierung wurde dazu Arsentrisulfid und ein Verdickungsmittel zum Leuko-Indigo gegeben. Die Arsenverbindung verzögerte die Oxidation des Indigos, so dass dieser mittels Stiften oder Pinseln auf Textilien aufgetragen werden konnte.cite-ref-floud-61-0[61]

Bei der zweiten Methode wurde der unlösliche Indigo direkt auf den Stoff gedruckt und danach mittels Eisen(II)-sulfat reduziert. Danach erfolgte wieder die Oxidation mit Luft. Diese sogenannte „Chinablau“-Prozess erzeugte klare Designs.cite-ref-floud-61-1[61] Gegen Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte John Bracewell den Glucoseprozess, der das direkte Bedrucken mit Indigo erlaubte.cite-ref-bracewell-62-0[62]

Der Blaudruck ist eine traditionelle Textildrucktechnik sowie der Name fĂŒr den dunkelblauen Stoff mit weißen Mustern, der mit dieser Drucktechnik hergestellt wird. Es handelt sich um einen Reservedruck, bei dem der Stoff mit einer Schutzmasse bedruckt wird, um weiß zu bleiben. Nach dem Bedrucken mit der Schutzmasse wird der Stoff mit Indigo gefĂ€rbt.cite-ref-blaudruck-63-0[63]

Traditionelle Chinesische Medizin

In der traditionellen chinesischen Medizin wird Indigo Naturalis in Kombination mit arsenhaltigem Realgar bei der Behandlung der PromyelozytenleukĂ€mie verwendet.cite-ref-lwang-64-0[64] Des Weiteren wird Indigo Naturalis gegen Schuppenflechte eingesetzt.cite-ref-jkoo-65-0[65] Der aktive Wirkstoff der Indigo-Naturalis-Zubereitungen scheint allerdings Indirubin zu sein, der als Inhibitor von Cyclin-abhĂ€ngigen Kinasen wirkt.cite-ref-hoessel-66-0[66] Banlangen, ein traditionelles chinesisches Heilmittel, wird zum Beispiel aus den Wurzeln des FĂ€rberwaids oder der Indigopflanze hergestellt und bei Rachen- und KehlkopfentzĂŒndungen sowie einer Vielzahl anderer Krankheiten verabreicht.

Andere Anwendungen

Die Maya stellten das Pigment Maya-Blau seit etwa 800 nach Christus her. Das Pigment wurde als Verbundstoff aus Palygorskit und Indigo identifiziert, der wahrscheinlich aus den BlÀttern einer einheimischen Indigofera-Art stammt.cite-ref-carbo-67-0[67] Ein aktuelles Rezept zur Herstellung von Maya-Blau wurde 1993 veröffentlicht.cite-ref-constantino-68-0[68]

FĂŒr den technischen Einsatzbereich lĂ€sst sich Indigo in Form dĂŒnner organischer Filme fĂŒr den Bau von Solarzellen verwenden.cite-ref-uehara-69-0[69] Forschungen haben gezeigt, dass Indigo in Feldeffekttransistoren eingesetzt werden kann. Ein dĂŒnner Film aus teilkristallinem Indigo ist ein Halbleiter mit einer BandlĂŒcke von 1,7 eV und damit ein potenzielles Material fĂŒr die organische Elektronik.cite-ref-harrer-70-0[70]cite-ref-irima-71-0[71]

Indigo wurde eher selten bis etwa zum Ende des 17. Jahrhunderts in der Ölmalerei verwendet.cite-ref-schweppe-72-0[72] Eines der berĂŒhmtesten Beispiele ist Vermeers Werk „Christus bei Maria und Martha“, bei dem sowohl der blaue Mantel Christi als auch der Rock von Maria mit Indigo gemalt sind.cite-ref-vermeer-73-0[73]

Indigo kann zur Messung der Ozonkonzentration in der Luft verwendet werden. Dazu wird Chromatographie-Papier mit Indigo getrÀnkt. Durch den Kontakt mit dem Ozon in der Luft bildet sich Isatin. Dieses wird nach Elution photometrisch bestimmt.cite-ref-remler-74-0[74] Ein weiteres Reaktionsprodukt ist das IsatosÀureanhydrid.cite-ref-grosjean-75-0[75] Auch indigoide Farbstoffe lassen sich zum Ozonnachweis einsetzen.

In Japan wurde Indigo Naturalis in der traditionellen Medizin als entzĂŒndungshemmende Substanz eingesetzt. Die Samurai trugen mit Indigo gefĂ€rbte Kleidung, um Wunden und Verletzungen zu heilen. Aufgrund der vermuteten positiven gesundheitlichen Wirkung sind indigogefĂ€rbte Decken und Bekleidung traditionelle Geschenke fĂŒr Neugeborene, um diese vor Krankheiten schĂŒtzen.cite-ref-tatcha-76-0[76] Römische und griechische Heilmittel enthielten zum Teil Indigo.cite-ref-futo-77-0[77]

Indigoide Farbstoffe

Indigoide Farbstoffe sind strukturell dem Indigo verwandte Stoffe. Dazu zĂ€hlen etwa die Varianten, die durch VerĂ€nderung des Indigo-GrundgerĂŒsts entstehen, zum Beispiel durch Ersatz der sekundĂ€ren Aminogruppe durch andere Elektronendonatoren wie Selen, Schwefel oder Sauerstoff. Die Tabelle zeigt den Vergleich der langwelligsten Absorptionsbande dieser Verbindungen im Vergleich zu Indigo (λmax. bei 606 nm).

| Name | Grundstruktur | X | λ max (nm) (in Ethanol ) [ 44 ] |
|---|---|---|---|
| Indigo | | NH | 606 |
| Selenindigo | | Se | 562 |
| Thioindigo | | S | 543 |
| Oxindigo | | O | 432 |

Durch die Synthese von Strukturisomeren oder der Derivatisierung des Benzolrings ergeben sich weitere Möglichkeiten der Farbvariation. So ist das Strukturisomer Indirubin ein rotvioletter und Indigokarmin (5,5â€Č-IndigodisulfonsĂ€ure-Dinatriumsalz) ein blauer Farbstoff. Ringsubstituierte Derivate des Indigos lassen sich auf verschiedenen Wegen synthetisieren. Die Verwendung von Brom-substituiertem Nitrobenzaldehyd in der klassischen Synthese nach Baeyer fĂŒhrt zur Bildung von Purpur (6,6â€Č-Dibromindigo), einem antiken Farbstoff, der aus Purpurschnecken gewonnen wurde.cite-ref-gundula-78-0[78] Dessen Struktur wurde 1909 von Paul Friedlaender aufgeklĂ€rt.cite-ref-friedlander-79-0[79] Weitere Beispiele indigoider Farbstoffe sind 5,5â€Č,7,7â€Č-Tetrabromindigo (Brillantindigo B) oder 2-(5-Bromindol)-5-brom-2â€Č-thionaphthenindigo (Cibaviolet 3B).cite-ref-grandmougin-80-0[80] Viele verschiedene indigoide Farbstoffe wie Thioindigo oder Tetrachlorindigo sind kommerziell erhĂ€ltlich. Im Vergleich zu Indigo ist die ökonomische Bedeutung der Derivate jedoch eher gering.cite-ref-ullmanns-2-5[2]

Toxikologie und Umweltaspekte

Indigo hat eine geringe ToxizitĂ€t bei SĂ€ugetieren. Der LD50-Wert bei der Maus liegt bei 32 g/kg.cite-ref-roth-81-0[81] Es gibt keine Anzeichen fĂŒr eine Sensibilisierung beim Menschen nach wiederholten Hautanwendungen.cite-ref-anne-82-0[82] FĂŒtterungsversuche an Ratten und Hunden mit bis zu 3 Gew.% Indigo im Futter zeigten keine gravierenden nachteiligen gesundheitlichen Folgen.cite-ref-ullmanns-2-6[2]

Die in der Produktion von Indigo eingesetzten Chemikalien wie Anilin, Formaldehyd oder Cyanwasserstoff sind zum Teil toxisch und umweltgefĂ€hrdend und werden daher ausschließlich in geschlossenen Systemen gehandhabt.cite-ref-ullmanns-2-7[2] Indigo hat aufgrund seiner geringen Löslichkeit keine nachteiligen Auswirkungen auf Belebtschlammsysteme in biologischen Abwasserbehandlungsanlagen, aber die biologische Abbaurate ist gering. Zur Entfernung des Pigments eignen sich Ultrafiltrationsanlagen vor der Einleitung in die KlĂ€ranlage.cite-ref-reife-83-0[83] Nicht umgesetzte Rohstoffe wie Anilin oder AnthranilsĂ€ure sind leicht biologisch abbaubar. Zur Verringerung der Salzfracht beim eigentlichen FĂ€rbeprozess werden vorreduzierte Applikationen angeboten, welche den Einsatz von Natriumdithionit als Reduktionsmittel unnötig machen. In den letzten Jahren hat sich daher eine neue Handelsform fĂŒr Indigo etabliert. Dabei wird eine Indigosuspension mit Wasserstoff katalytisch zur Leuko-Form reduziert und als vorreduzierte, konzentrierte Indigo-FlĂŒssigmarke vermarktet.cite-ref-leucosolution-84-0[84]

Literatur

‱ Elmar Steingruber: Indigo and indigo colorants. In: Ullmann’s Encyclopedia of Industrial Chemistry. Wiley-VCH, Weinheim 2004, doi:10.1002/14356007.a14 149.pub2.
‱ Renate Kaiser-Alexnat: Indigo. Der König der Farbstoffe. In: SĂŒdostasien Magazin. Band 3, 2008, S. 110–121, (PDF; 3,3 MB), (Sonderdruck).
‱ Helmut Schmidt: Indigo. 100 Jahre industrielle Synthese. In: Chemie in unserer Zeit. Band 3, 1997, S. 121–128, doi:10.1002/ciuz.19970310304.
‱ Paul Rys, Heinrich Zollinger: Farbstoffchemie – Ein Leitfaden. 3. neubearbeitete Auflage, Wiley-VCH, Weinheim 1982, ISBN 3-527-25964-3.
‱ H. Schweppe: Indigo and Woad. In: E. West Fitzhugh (Hrsg.): Artists' Pigments. A Handbook of Their History and Characteristics. Band 3, Oxford University Press, 1997, S. 81–107.

Weblinks

Commons

: Indigo

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Wiktionary: Indigo

– BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

‱ Anbau von Indigofera und die traditionelle Gewinnung von Indigo in Indien (9:47 min.) auf YouTube.
‱ Indigo bei ColourLex

Einzelnachweise

cite-note-gestis-11. Eintrag zu Indigo in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 1. Februar 2016. (JavaScript erforderlich)
cite-note-ullmanns-22. Elmar Steingruber: Indigo and indigo colorants. In: Ullmann's Encyclopedia of Industrial Chemistry. Wiley-VCH, Weinheim 2004, doi:10.1002/14356007.a14 149.pub2.
cite-note-msds-32. Sicherheitsdatenblatt bei Carl Roth.
cite-note-r-mpp-43. Eintrag zu Indigo. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 4. Mai 2014.
cite-note-gossauer-55. ↑ Albert Gossauer: Struktur und ReaktivitĂ€t der BiomolekĂŒle. Verlag Helvetica Chimica Acta, ZĂŒrich 2006, S. 477, ISBN 978-3-906390-29-1.
cite-note-alexnat-66. ↑ Renate Kaiser-Alexnat: Indigo – Der König der Farbstoffe. In: SĂŒdostasien Magazin. 3/2008; S. 110–121, ISBN 978-3-7375-9664-0.
cite-note-chfischer-77. ↑ Christian-Herbert Fischer: Historische organische Farbstoffe. In: Spektrum der Wissenschaft. Oktober 1997, S. 104.
cite-note-unesco1-88. ↑ Women break barriers, empower themselves in indigo cultivation | Jordan Times. In: jordantimes.com. 7. Mai 2017, abgerufen am 26. August 2024 (englisch).
cite-note-unesco2-99. ↑ Abdukadir Ergashev u. a.: Abiotechnology of Indigofera tinctoria L. on the saline land of Aral Sea Basin and producing of the natural plant indigo pigment for the industry. In: Journal of Chemistry and Chemical Engineering. 8.7, 2014, S. 707–716, online (PDF; 0,9 MB) auf sgp.uz.
cite-note-hegnauer-1010. ↑ R. Hegnauer, M. Hegnauer: Chemotaxonomie der Pflanzen. Band XI: Leguminosae. BirkhĂ€user, Basel / Boston / Berlin 1994, ISBN 978-3-0348-9392-3, S. 1047.
cite-note-kriger-1111. ↑ Colleen E. Kriger: Cloth in West African History. Altamira Press, New York 2006, ISBN 978-0-7591-0421-1, S. 120–124.
cite-note-splitstoser-1212. ↑ Jeffrey C. Splitstoser, Tom D. Dillehay, Jan Wouters, Ana Claro: Early pre-Hispanic use of indigo blue in Peru. In: Science Advances. Band 2, 2016, S. e1501623; doi:10.1126/sciadv.1501623.
cite-note-fernelius-1313. ↑ W. Conard Fernelius, Edgar E. Renfrew: Indigo. In: Journal of Chemical Education. Band 60, 1983, S. 633, doi:10.1021/ed060p633.
cite-note-caesar-1414. ↑ Gaius Iulius Caesar, De bello Gallico 5,14,2 (online).
cite-note-veen-1515. ↑ M. Van der Veen, A. R. Hall, J. May: Woad and the Britons Painted Blue. In: Oxford Journal of Archaeology. Band 12, Nr. 3, 1993, S. 367–371; doi: 10.1111/j.1468-0092.1993.tb00340.x.
cite-note-bruns-1616. ↑ Margarete Bruns: Von Azurit, Indigo und Anilin. Zur Geschichte der blauen Farbe. In: Emil Ernst Ploß: Ein Buch von alten Farben. Technologie der Textifarben im Mittelalter mit einem Ausblick auf die festen Farben. 6. Auflage, Impuls Verlag, MĂŒnchen 1989, ISBN 978-3-89164-060-9, S. 14–20.
cite-note-carolus-1717. ↑ Reinhard Schneider: Capitulare de villis. In: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte. Band 1, 2. Auflage, Schmidt, Berlin, ISBN 978-3-503-07912-4, S. 809–811.
cite-note-clark-1818. ↑ Robin J. H. Clark, Christopher J. Cooksey, Marcus A. M. Daniels, Robert Withnall: Indigo, woad, and Tyrian Purple: important vat dyes from antiquity to the present. In: Endeavour. Neue Serie, Band 17/4, 1993, 192, S. 191–199; doi:10.1016/0160-9327(93)90062-8.
cite-note-whassenstein-1919. ↑ Wilhelm Hassenstein, Hermann Virl: Das Feuerwerkbuch von 1420. 600 Jahre deutsche Pulverwaffen und BĂŒchsenmeisterei. Neudruck des Erstdruckes aus dem Jahr 1529 mit Übertragung ins Hochdeutsche und ErlĂ€uterungen von Wilhelm Hassenstein. Verlag der Deutschen Technik, MĂŒnchen 1941, S. 108 (Indig, indicum oder Waidtsblau und Waidblum).
cite-note-hschmidt-2020. ↑ Helmut Schmidt: Indigo – 100 Jahre industrielle Synthese. In: Chemie in unserer Zeit. Band 31, 1997, S. 121–128; doi:10.1002/ciuz.19970310304.
cite-note-paterson-2121. ↑ David Paterson: Concerning Indigo, Natural and Artificial. In: Oil and Colourman's Journal. Band 28, Nr. 357 und 358, August 1905.
cite-note-struckmeier-2222. ↑ Sabine Struckmeier: Die TextilfĂ€rberei vom SpĂ€tmittelalter bis zur FrĂŒhen Neuzeit. Waxmann, MĂŒnster 2011, ISBN 978-3-8309-2527-9, S. 177–178.
cite-note-abelshauser-2323. ↑ Werner Abelshauser: Die BASF: Eine Unternehmensgeschichte. 2. Auflage, Beck, MĂŒnchen 2003, ISBN 3-406-49526-5, S. 132.
cite-note-cen-2424. ↑ Lauren Wolf: What's That Stuff? Blue Jeans. In: Chemical & Engineering News. 24. Oktober 2011, Band 89, Number 43, S. 44.
cite-note-kinghorn-2525. ↑ A. D. Kinghorn, H. Falk, J. Kobayashi: Progress in the Chemistry of Organic Natural Products. Band 99, Springer-Verlag, Heidelberg / New York 2014, ISBN 978-3-319-04899-4, S. 88.
cite-note-wrangler-2626. ↑ Wrangler Adopts the Denim Industry’s First ‘Dry-Dyeing’ Process. In: triplepundit.com. 21. September 2018, abgerufen am 26. August 2024.
cite-note-ecotextile-2727. ↑ John Mowbray: Electrochemical indigo machine debuts in Pakistan | Dyes & Chemicals News | News. In: ecotextile.com. 15. Januar 2019, abgerufen am 26. August 2024 (englisch).
cite-note-taublaender-2828. ↑ M. Josef Taublaender, Florian Glöcklhofer, Martina Marchetti-Deschmann, Miriam M. Unterlass: Inside Cover: Green and Rapid Hydrothermal Crystallization and Synthesis of Fully Conjugated Aromatic Compounds. In: Angewandte Chemie International Edition. Band 57, 2018, S. 12180; doi:10.1002/anie.201808280.
cite-note-ec-2929. ↑ Eintrag in der Enzyme nomenclature database fĂŒr Anthranilat-Phosphoribosyltransferase.
cite-note-kinghorn-3030. ↑ A. D. Kinghorn, H. Falk, J. Kobayashi: Progress in the Chemistry of Organic Natural Products. Band 99. Springer-Verlag, Heidelberg / New York 2016, ISBN 978-3-319-34645-8, S. 82.
cite-note-ec1-3131. ↑ Eintrag in der Enzyme nomenclature database fĂŒr Phosphoribosylanthranilat-Isomerase.
cite-note-arne-3232. ↑ Arne Andersen: Historische TechnikfolgenabschĂ€tzung am Beispiel des MetallhĂŒttenwesens und der Chemieindustrie 1850–1933 (== Zeitschrift Fur Unternehmensgeschichte – Beihefte. Band 90). Steiner, Stuttgart 1996, S. 238.
cite-note-drewsen-3333. ↑ Adolf Baeyer, Viggo Drewsen: Darstellung von Indigblau aus Orthonitrobenzaldehyd. In: Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft. Band 15, 1882, S. 2856–2864; doi:10.1002/cber.188201502274.
cite-note-bayera1-3434. ↑ Patent DE11857C: Darstellung von Derivaten der OrthonitrozimmtsĂ€ure, den Homologen und Substitutionsprodukten dieser Derivate und Umwandlung derselben im Indigblau und verwandte Farbstoffe. Angemeldet am 19. MĂ€rz 1880, veröffentlicht am 11. Dezember 1880, Erfinder: Adolf Baeyer.‌
cite-note-fmayer-3535. ↑ Fritz Mayer: Chemie der organischen Farbstoffe. Springer-Verlag, Berlin, Heidelberg 1921, ISBN 978-3-662-05490-1, S. 199 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-basf-3636. ↑ Patent DE54626C: Verfahren zur Darstellung kĂŒnstlichen Indigos. Angemeldet am 6. Mai 1890, veröffentlicht am 19. November 1890, Anmelder: Badische Anilin- und Sodafabrik.‌
cite-note-abelshauserw-3737. ↑ Werner Abelshauser: Die BASF. Eine Unternehmensgeschichte. MĂŒnchen 2002, S. 74 f.
cite-note-basf2-3838. ↑ Patent DE105569C: Verfahren zur Darstellung von Indigo. Angemeldet am 6. September 1898, veröffentlicht am 24. August 1899, Anmelder: Badische Anilin- und Soda-Fabrik.‌
cite-note-basf3-3939. ↑ Patent DE171172C: Verfahren und Darstellung von Indoxyl und Derivaten desselben. Angemeldet am 23. Januar 1904, veröffentlicht am 21. Mai 1906, Anmelder: Badische Anilin- und Soda-Fabrik.‌
cite-note-garussell-4040. ↑ Glen Allan Russell, Gerd Kaupp: Reactions of resonance stabilized carbanions. XXXI. Oxidation of carbanions. 4. Oxidation of indoxyl to indigo in basic solution. In: Journal of the American Chemical Society. Band 91, 1969, S. 3851–3859; doi:10.1021/ja01042a028.
cite-note-dorian-4141. ↑ P. H. H. Gray: The Formation of Indigotin from Indol by Soil Bacteria. In: Proceedings of the Royal Society B: Biological Sciences. Band 102, 1928, S. 263–281; doi:10.1098/rspb.1928.0003.
cite-note-bushan-4242. ↑ B. Bhushan, S.K. Samanta, R.K. Jain: Indigo production by naphthalene-degrading bacteria. In: Letters in Applied Microbiology. Band 31, 2000, S. 5; doi:10.1046/j.1472-765x.2000.00754.x.
cite-note-hunger-4343. ↑ Klaus Hunger: Industrial Dyes: Chemistry, Properties, Applications. Wiley-VCH, Weinheim 2003, ISBN 3-527-30426-6, S. 231.
cite-note-prys-4444. ↑ Paul Rys, Heinrich Zollinger: Farbstoffchemie. Ein Leitfaden. 3. neubearbeitete Auflage, Wiley-VCH, Weinheim 1982, ISBN 3-527-25964-3, S. 136 f.
cite-note-sattars-4545. ↑ S. Sattar: Lake Pigments and Thin-Layer Chromatography of Natural Dyes: Paired Experiments for Nonmajors. In: Journal of Chemical Education. 101.11, 2024, S. 4983–4988, doi:10.1021/acs.jchemed.4c00752.
cite-note-eller-4646. ↑ H. v. Eller In: Bulletin de la SociĂ©tĂ© Chimique de France. Band 106, 1955, S. 1426.
cite-note-steins-4747. ↑ Peter SĂŒsse, Manfred Steins, Vladimir Kupcik: Indigo: Crystal structure refinement based on synchrotron data. In: Zeitschrift fĂŒr Kristallographie – Crystalline Materials. Band 184, 1988, S. 269–273; doi:10.1524/zkri.1988.184.14.269.
cite-note-fiedler-4848. ↑ Anna Baran, Andrea Fiedler, Hartwig Schulz, Malgorzata Baranska: In situ Raman and IR spectroscopic analysis of indigo dye. In: Analytical Methods. Band 2, 2010, S. 1372; doi:10.1039/c0ay00311e.
cite-note-hesse-4949. Stefan Bienz, Laurent Bigler, Thomas Fox, Herbert Meier: Spektroskopische Methoden in der organischen Chemie. 9. Auflage, Thieme, Stuttgart / New York 2016, ISBN 978-3-13-576109-1.
cite-note-nganw-5050. ↑ Vu Thi Ngan, G. Gopakumar, Tran Thanh Hue, Minh Tho Nguyen: The triplet state of indigo: Electronic structure calculations. In: Chemical Physics Letters. Band 449, 2007, S. 11–17; doi:10.1016/j.cplett.2007.10.015.
cite-note-seixas1-5151. ↑ J. Seixas de Melo, A. P. Moura, M. J. Melo: Photophysical and spectroscopic studies of indigo derivatives in their keto and leuco forms. In: The Journal of Physical Chemistry A. Band 108, Nr. 34, 2004, S. 6975–6981; doi:10.1021/jp040753y.
cite-note-breitmaier-5252. ↑ Eberhard Breitmaier, GĂŒnther Jung: Organische Chemie. Ausgabe 5, Thieme, Stuttgart / New York 2005, ISBN 978-3-13-541505-5, S. 728–734.
cite-note-haucke-5353. ↑ GĂŒnter Haucke, Gerhard Graness: Thermal Isomerization of Indigo. In: Angewandte Chemie International Edition in English. Band 34, 1995, S. 67; doi:10.1002/anie.199500671.
cite-note-baig-5454. ↑ G. A. Baig: Dyeing nylon with indigo in various pH regions. In: AUTEX Research Journal. Band 10, 2010, S. 21–25.
cite-note-fweiss-5555. ↑ F. Weiss: Die Indigosole und ihre Verwendung. In: Die KĂŒpenfarbstoffe und ihre Verwendung in der FĂ€rberei und im Zeugdruck. Springer-Verlag, Wien 1953, ISBN 978-3-7091-7827-0, S. 313–364.
cite-note-wbeck-5656. ↑ Wolfgang Beck, Christoph Schmidt, Rolf Wienold, Manfred Steimann, Barbara Wagner: Indigo-Metal Complexes: Synthesis and Structure of PdII and PtII Compounds Containing the Anions of Indigo and Octahydroindigo as Mono- and Bis-Chelate Ligands. In: Angewandte Chemie International Edition in English. Band 28, 1989, S. 1529–1531; doi:10.1002/anie.198915291.
cite-note-iwakura-5757. ↑ Izumi Iwakura, Atushi Yabushita, Takayoshi Kobayashi: Why is Indigo Photostable over Extremely Long Periods?. In: Chemistry Letters. Band 38, 2009, S. 1020; doi:10.1246/cl.2009.1020.
cite-note-jantip-5858. ↑ Laksanawadee Saikhao, Jantip Setthayanond, Thitinun Karpkird, Thomas Bechtold, Potjanart Suwanruji: Green reducing agents for indigo dyeing on cotton fabrics. In: Journal of Cleaner Production. Band 197, 2018, S. 106–113; doi:10.1016/j.jclepro.2018.06.199.
cite-note-gilbert-5959. ↑ K. G. Gilbert nee Stoker, D. T. Cooke: Dyes from plants: Past usage, present understanding and potential. In: Plant Growth Regulation. Band 34, Nr. 1, 2001, S. 57–69; doi:10.1023/A:1013374618870.
cite-note-balan-6060. ↑ D. S. Balan, R. T. Monteiro: Decolorization of textile indigo dye by ligninolytic fungi. In: Journal of Biotechnology. Band 89, Nr. 2–3, 2001, S. 141–145; PMID 11500207.
cite-note-floud-6161. ↑ P. C. Floud: The English Contribution to the Early History of Indigo Printing. In: Journal of the Society of Dyers and Colourists. Band 76, 1960, S. 344–349; doi:10.1111/j.1478-4408.1960.tb02382.x.
cite-note-bracewell-6262. ↑ Patent US409906: Process of printing dark blue colors.‌
cite-note-blaudruck-6363. ↑ Bundesweites Verzeichnis Immaterielles Kulturerbe | Deutsche UNESCO-Kommission. In: unesco.de. Abgerufen am 26. August 2024.
cite-note-lwang-6464. ↑ L. Wang, G.-B. Zhou, P. Liu, J.-H. Song, Y. Liang, X.-J. Yan, F. Xu, B.-S. Wang, J.-H. Mao, Z.-X. Shen, S.-J. Chen, Z. Chen: Dissection of mechanisms of Chinese medicinal formula Realgar-Indigo naturalis as an effective treatment for promyelocytic leukemia. In: Proceedings of the National Academy of Sciences. Band 105, 2008, S. 4826–4831; doi:10.1073/pnas.0712365105.
cite-note-jkoo-6565. ↑ John Koo, Sumaira Arain: Traditional Chinese Medicine for the Treatment of Dermatologic Disorders. In: Archives of Dermatology. Band 134, 1998, S. 1388–1393. doi:10.1001/archderm.134.11.1388.
cite-note-hoessel-6666. ↑ Ralph Hoessel, Sophie Leclerc, Jane A. Endicott, Martin E. M. Nobel, Alison Lawrie, Paul Tunnah, Maryse Leost, Eve Damiens, Dominique Marie, Doris Marko, Ellen Niederberger, Weici Tang, Gerhard Eisenbrand, Laurent Meijer: Indirubin, the active constituent of a Chinese antileukaemia medicine, inhibits cyclin-dependent kinases. In: Nature Cell Biology. Band 1, 1999, S. 60–67; doi:10.1038/9035.
cite-note-carbo-6767. ↑ Antonio DomĂ©nech-CarbĂł, Sigrid Holmwood, Francesca Di Turo, NoemĂ­ Montoya, Francisco Manuel Valle-Algarra, Howell G.M. Edwards, MarĂ­a Teresa DomĂ©nech-CarbĂł: Composition and Color of Maya Blue: Reexamination of Literature Data Based On the Dehydroindigo Model. In: The Journal of Physical Chemistry C. Band 123, 2018, S. 770–782; doi:10.1021/acs.jpcc.8b08448.
cite-note-constantino-6868. ↑ Constantino Reyes-Valerio: De Bonampak al Templo Mayor. In: El azul maya en Mesoamerica. Siglo XXI Editores, Mexico DF 1993, S. 157. Azul Maya – Maya Blue Pigment. Abgerufen am 16. MĂ€rz 2019 (englisch).
cite-note-uehara-6969. ↑ K. Uehara, K. Takagishi, M. Tanaka: The Al/Indigo/Au photovoltaic cell. In: Solar Cells. Band 22, 1987, S. 295–301; doi:10.1016/0379-6787(87)90059-7.
cite-note-harrer-7070. ↑ Roswitha Harrer: Indigo auf Speicherchips. In: Chemie in unserer Zeit. Band 46, 2012, S. 136; doi:10.1002/ciuz.201290032.
cite-note-irima-7171. ↑ Mihai Irimia-Vladu, Eric D. GƂowacki, Pavel A. Troshin, GĂŒnther Schwabegger, Lucia Leonat, Diana K. Susarova, Olga Krystal, Mujeeb Ullah, Yasin Kanbur, Marius A. Bodea, Vladimir F. Razumov, Helmut Sitter, Siegfried Bauer, Niyazi Serdar Sariciftci: Indigo – A Natural Pigment for High Performance Ambipolar Organic Field Effect Transistors and Circuits. In: Advanced Materials. Band 24, 2012, S. 375–380; doi:10.1002/adma.201102619.
cite-note-schweppe-7272. ↑ H. Schweppe: Indigo and Woad. In: E. W. FitzHugh (Hrsg.): Artists’ Pigments. A Handbook of Their History and Characteristics. Band 3, Oxford University Press, Oxford 1997, S. 81–107 ([Artists Pigments: A Handbook of their History and Characteristics Digitalisat]).
cite-note-vermeer-7373. ↑ Vermeer, Christ in the House of Martha and Mary - ColourLex. In: colourlex.com. 18. MĂ€rz 2015, abgerufen am 26. August 2024 (englisch).
cite-note-remler-7474. ↑ P. Remler, W. Kosmus: Integrale Langzeitmethode zur Bestimmung von Ozon in der AtmosphĂ€re. In: Fresenius' Zeitschrift fĂŒr analytische Chemie. Band 329, 1988, S. 871–874; doi:10.1007/BF00471974.
cite-note-grosjean-7575. ↑ Daniel Grosjean, Paul M. Whitmore, Glen R. Cass, James R. Druzik: Ozone fading of natural organic colorants: mechanisms and products of the reaction of ozone with indigos. In: Environmental Science & Technology. Band 22, 1988, S. 292–298; doi:10.1021/es00168a009.
cite-note-tatcha-7676. ↑ Samurai Blue: A History of Indigo
cite-note-futo-7777. ↑ Rebecca Futo Kennedy, Molly Jones-Lewis: The Routledge Handbook of Identity and the Environment in the Classical and Medieval Worlds. Routledge, New York 2016, ISBN 978-0-415-73805-7, S. 155–161.
cite-note-gundula-7878. ↑ Gundula Voß, Hans Gerlach: Regioselektiver Brom/Lithium-Austausch bei 2,5-Dibrom-1-nitrobenzol. – Eine einfache Synthese von 4-Brom-2-nitrobenzaldehyd und 6,6â€Č-Dibromindigo. In: Chemische Berichte. Band 122, 1989, S. 1199–1201; doi:10.1002/cber.19891220628.
cite-note-friedlander-7979. ↑ Paul FriedlĂ€nder: Über den Farbstoff des antiken Purpurs aus murex brandaris. In: Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft. Band 42, 1909, S. 765–770; doi:10.1002/cber.190904201122.
cite-note-grandmougin-8080. ↑ E. Grandmougin, P. Seyder: Über Indigo. V: Über halogenierte Indigo und Derivate. In: Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft. Band 47, 1914, S. 2365–2373; doi:10.1002/cber.191404702154.
cite-note-roth-8181. ↑ Datenblatt Indigo (C.I. 73000) synth. (PDF) bei Carl Roth, abgerufen am 3. November 2019.
cite-note-anne-8282. ↑ Anne Vuorema: Reduction and Analysis Methods of Indigo. University of Turku, 2008, ISBN 978-951-29-3781-3, S. 14.
cite-note-reife-8383. ↑ Abraham Reife, Harold S. Freeman: Environmental Chemistry of Dyes and Pigments. John Wiley and Sons, New York 1996, ISBN 0-471-58927-6, S. 208–209.
cite-note-leucosolution-8484. ↑ Patentanmeldung DE19831291: Concentrated leuco-indigo solution, especially for dyeing cotton warp yarn for blue denim, contains leuco-indigo in the form of a mixture of salts of at least two alkali metal hydroxidesl. Angemeldet am 13. Juli 1998, veröffentlicht am 20. Februar 2000, Anmelder: BASF AG, Erfinder: Manfred GĂ€ng, Rudolf KrĂŒger, Peter Miederer.‌